Liebe Leute,

ick lebe noch, ooch wenn ihr von mir nich fülle jehört habt. Aber so zum Jahreswechsel wird es ja nun wieda Zeit zu kieken, wat so allet war.

Ick kann Euch versichern, ick habe mir noch keen Doktortitel jekooft oder ne Arbeit von anderen Leutchen abjeschriebn. Wat ick so allet fabriziere, is allet uff meenen Mist jewachsen. Is doch Ehrensache oder ick hab imma die Quelle notiert. Ick habe ooch keenen jünstijen Kredit von meenen engen Kumpels erhalten…noch nich; wer aber jerne will, den teile ick selbstredend meene Kontonumma mit. Is für een sozjalen Zweck ;-) … Also Ihr seht, ick bin een ehrlicha Janove.

Je mehr ick so im Kiez Lichtenrade rumkomme, umso mehr muss ick vor den janzen Ehrenamtlichen den Hut ziehn: Chapeau! Ob die Suppenküche, der LorztingClub und die andere tollen sozjalen Einrichtungen…die Sport- und anderen Vereine, es jibt schon eene Menge Engagement unta den Leuten. Da bin selbst ick baff. Der Männerchor is 100 jeworden und sojar der Regierende Wowi war dafür im Dorf. Die Ökumenische Umweltgruppe und die Bürjainitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“ haben Preise jewonnen: Glückwunsch an Alle! Die Umweltgruppe kümmert sich um een lebenswertet Lichtenrade: ob Bahnhofstraße (die hat es ja ooch nötich) oder dit jeplante Einkoofszentrum, sie sind imma am Ball. Außerdem hat eene Künstlagruppe in ena kleenen Wohnstraße een Riesen-Kunstprojekt jestartet. Echt Bombe! Dann fand an eenen Privathaus in der Goethestraße mal wieda een Weihnachtsmarkt statt, der 500 (!) Moneten für die Suppenküche einjebracht hat. Dit macht Lichtenrade so lebens- und liebenswert! Da kann ick uff manche Großaktionen verzichten, die nur so vor Kommerz triefen und ooch nüscht wirklich wat für die kleenen Händler abwirft. Aba wat ick jutet sajen will, ick fand es Knorke, dat die Bahnhofstraße mal wieda so toll zu Weihnachten jeschmückt war. Dit fällt ja ooch nich automatisch vom Himmel. Also hier einen jroßen Dank an die Aktionsgemeinschaft.

Aber als Berlina muss ick ooch etwas jammern und Tacheles reden, dit jehört ooch dazu. Dat ick noch nach Lichtenrade mit der S-Bahn komme, is schon een Wunda. Die 4 Probleme der S-Bahn sind Euch ja bekannt: Frühling, Somma, Herbst und Winta. Ick habe ja manchmal dit Jefühl, wenn it noch ne 5. Jahreszeit jäbe (wie in Kölle), dann wäre die S-Bahn ooch dabei. Is schon een Jamma, wobei mir die Bahnkollejen echt leid tun. Ick habe ooch soon Rucksack von der S-Bahn. Mittlaweile is mir dit so peinlich, dat ick dit „S“ uff dem S-Bahn-Sack abjedeckt habe.

Wat war noch: Mein Nachbar versucht mit eener Hundetrainerin seine kleene kläffende Töle Stadttauglich zu machen (Danke), damit man dann ab Juni ooch die Flieja so richtich hört (is nur een Scherz, im Aujenblick scheinen wir ja mit een blauet Ooge davon jekommen zu sein. Aba druff verlassen würde ick mich nich! Danke an die janzen Aktiven jejen den Fluchlärm!). Von der Dresdner Bahn hört man ooch nüscht mehr; da warten die DB-Chefs wohl, dass sich die Frage biologisch dadurch klärt, dass die Altrecken der BI ihre Klappe nich mehr uff kriegen. Is schon makaba! Der Kirchhainer Damm wird weita ausjebaut und die Anlieja müssen leiden. Wenigsten scheint et so, dass sie dafür nich noch die Anliejabeiträge blechen müssen.

Also Ihr seht, hier in Lichtenrade steppt echt der Bär.

In diesem Sinne wünsche ick Euch een scheenet Jahr 2012 und bleibt mir jesund. Dit ist doch dit Wichtigste!

In alta Frische: Eua „Dr.“ Lichte

Angelika Heigl
am  3. August 2014  um  19:31

Lieba Lichte! Na dit find ick ja echt juut, det eener jemerkt hat, dass de AG Bahnhofstrasse e.V. seit 20 Jahrn die Bahnhofstrasse weihnachtlich beleuchtet und Weihnachtsbäume uffjestellt hat, die von de Schulen jeschmückt wurden. 2012 wollt´n se nur mal Pause machen wejen een neuet Konzept für´n Weihnachtsmarkt, aber nu kriegn se keene Jenehmigung mehr vom Amt. Ooch schade...

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